Postworkshop

Dr.in Viktoria Ritter

"Spiegelbilder, Innenbilder, Modifikationen:
kognitive Therapie bei körperdysmorpher Störung"

21. - 22. Oktober 2017, Dauer: 10 AE 

Samstag, 15.00–16.30 / 16.45–19.00 Uhr (inkl. Mittagessen)
Sonntag, 9.00–10.30 / 10.45–13.00 Uhr

Dr.in Viktoria Ritter, 1996 bis 2005 Studium der Psychologie in Jena.
2006 Psychologin in der Klinik für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik, Helios-Klinikum Erfurt. 2007 bis 2008 wissenschaftliche Mitarbeiterin in der Abteilung Klinische Intervention des Instituts für Psychologie der FSU Jena. Seit 2008 wissenschaftliche Mitarbeiterin in der Abteilung Klinische Psychologie und Psychotherapie der Goethe Universität Frankfurt.
2012 Approbation (PPT, VT). 2013 Promotion über Veränderungen im impliziten Selbstwert nach kognitiver und psychodynamischer Therapie, Goethe Universität Frankfurt.
Forschungsschwerpunkte: Körperdysmorphe Störung, Soziale Angststörung. Wahrnehmungs-prozesse, implizite Prozesse, kognitive Therapie, Psychotherapieforschung.



Inhalt


Die körperdysmorphe Störung (KDS) ist gekennzeichnet durch die exzessive Beschäftigung mit einem oder mehreren wahrgenommenen Makeln im Aussehen, die für andere nicht oder allenfalls minimal erkennbar sind. Die Störung ist mit einem starken Leidensdruck sowie erheblichen Beeinträchtigungen verbunden und verbreiteter als angenommen. In der psychotherapeutischen Praxis wird die Störung häufig nicht erkannt und unzulänglich behandelt.

Im Workshop wird ein kurzer Überblick über Störungsbild, Ursachen und Diagnostik gegeben. Im Mittelpunkt stehen kognitive Interventionsansätze, die auf eine Veränderung zentraler aufrechterhaltender kognitiv-emotionaler Prozesse bei KDS (z. B. selektive Makelaufmerk-samkeit, verzerrte mentale Vorstellungsbilder, negative autobiografische Erinnerungen, Gefühle, Grundüberzeugungen, Schemata) fokussieren. Es werden Interventionen wie Aufmerksamkeits- und Wahrnehmungstraining, Distanzierungsübungen, Videofeedback, Imagery Rescripting und Verhaltensexperimente vorgestellt, die sich als hilfreich erwiesen haben und aktuell in einer randomisierten kontrollierten Psychotherapiestudie in vollem Umfang evaluiert werden. Das Vorgehen wird praxisnah anhand von Videoaufnahmen, Rollenspielen und Übungen veranschaulicht.


Anrechnung

Für AusbildungsteilnehmerInnen der AVM: anrechenbar für 5 AE Standardmethoden und 5 AE Angststörungen II

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