PRÄworkshop

Dr.in Katrin Woitecki, Dipl.-Psych.in

"Multimodale Behandlung von Kindern und Jugendlichen mit Tic-Störungen (THICS)"

19. - 20. Oktober 2017, Dauer: 10 AE 

Donnerstag, 15.00–17.15 / 17.30–19.00 Uhr
Freitag, 8.30–10.00 / 10.15–12.30 Uhr (inkl. Mittagessen)

Dr.in Katrin Woitecki absolvierte von 2001 bis 2006 das Diplom-Studium der Psychologie an der Universität Trier. Von 2007 bis 2008 therapeutische Tätigkeit in der Ambulanz für Angst-, Zwangs- und Tic-Störung der Kinder- und Jugendpsychiatrie des Universitätsklinikums Köln. 2007 Klinisches Jahr in der Ambulanz für Störung des Sozialverhaltens der Kinder- und Jugendpsychiatrie des Universitätsklinikums Köln. Von 2007 bis 2010 Therapeutin für Kinder und Jugendliche bei der Christoph-Dornier-Stiftung Köln. Seit 2009 Dozentin im Rahmen von Aus- und Weiterbildungen u. a. bei AKiP Köln, AKJP Osnabrück, Hochschulverbund Psycho-therapie NRW, API Potsdam, FAKiP Freiburg. Von 2011 bis 2012 Leitung des ADHS-Forschungsprojekts Bibliotherapie „Enhancement of Psychosocial Functioning, Quality of Life, Satisfaction with medication and medication compliance of Methylphenidat treatment by psychosocial intervention and support“ am Universitätsklinikum Köln. Im Mai 2012 Approbation zur Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeutin bei AKiP Köln, Verhaltenstherapie. Im Oktober 2012 Promotion zu dem Thema: „Konzeption und Evaluation eines kognitiv-behavioralen Therapieprogramms zur Behandlung von Tic-Störung im Kindes- und Jugendalter (THICS)“. Seit 2012 Mitglied des wissenschaftlichen Beirats der Tourette-Gesellschaft Deutschland e.V. (TGD). Seit 2013 Wissenschaftliche Mitarbeiterin im Ausbildungsinstitut für Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie an der Uniklinik Köln (AKiP) (Leitung der Ambulanz Tic-Störungen, Leitung des Forschungsprojektes „Randomisierte Kontrollgruppenstudie zur Wirksamkeit der Therapieprogramms THICS im Vergleich zu Ressourcenaktivierung“). Von 2013 bis 2015 therapeutische Tätigkeit in der Privatpraxis für Psychotherapie Potreck & Kollegen, Köln.

Inhalt


Tic-Störungen sind motorische Zuckungen oder Lautäußerungen, die unwillkürlich und plötzlich einsetzen. Es gibt eine immense Variation hinsichtlich des Schweregrades und der Ausprägungsformen. Passagere diskrete Tic-Symptome treten im Kindesalter sehr häufig auf. Das Tourette-Syndrom ist eine schwere, seltene und häufig chronische Störung. In dem Workshop werden sowohl die Kriterien des Störungsbildes als auch gezielte verhaltenstherapeutische Interventionen vorgestellt, die in der Behandlung von Tic-Symptomen zum Einsatz kommen. Diese umfassen vor allem Bestandteile des sogenannten „Habit Reversal Trainings“ mit den Hauptbestandteilen „Selbstwahrnehmungs-training“ und „Training der Gegenbewegung“. Einzelne Interventionen sollen mit Hilfe von Fallbeispielen exemplarisch unter Zuhilfenahme des Therapieprogramms THICS (Woitecki & Döpfner, 2015) verdeutlicht und unter wissenschaftlichen Gesichtspunkten eingeordnet werden. Die Wirksamkeit des verhaltenstherapeutischen Behandlungsansatzes konnte bereits in mehreren Studien gezeigt werden.

Es besteht die Möglichkeit, eigene Fälle zu besprechen und exemplarisch die Therapieplanung zu diskutieren. Hinweise auch für die Behandlung von erwachsenen Patienten werden gegeben.


Anrechnung

Für AusbildungsteilnehmerInnen der AVM: anrechenbar für 5 AE Standardmethoden und 5 AE Angststörungen II; 10 AE Zertifizierung zur/m Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeut/in

 

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